Wiederaufbau nach der Jahrhundertflut
Bei einem Jahrhundert-Hochwasser, auch Jahrhundertflut genannt, handelt es sich um eine bestimmte Pegelhöhe oder Abflussmenge von einem Gewässer, die im Durchschnitt einmal alle 100 Jahre erreicht oder sogar überschritten wird. In der Vergangenheit kam das häufig bei der Donau, dem Rhein und der Elbe vor, so zum Beispiel im Jahr 2002 beim Elbe-Hochwasser. Grund dafür waren starke Regenfälle im Erzgebirge und im Riesengebirge, die in einem Tiefdruckgebiet in den Alpen entstanden. Dies hatte dramatische Überschwemmungen und Schlammlawinen zur Folge. Das Wasser floss in die Täler ab, weshalb auch andere Flüsse wie die Zwickauer Mulde, die Zschopau oder die Flöha stark anstiegen und überall Schäden hinterließen. Brücken wurden weggerissen, Straßen und Häuser überflutet, und die Telefon- und Stromversorgung brach zusammen. Die Menschen verloren ihr Hab und Gut und hatten keinen Kontakt mehr zur Außenwelt.
Nach der Flut mussten viele Häuser in Dresden und der Umgebung der Elbe erneuert werden. Schöne Markisen wurden wieder an den Gebäuden angebracht, um in den Sommermonaten viele unbeschwerte Tage auf der Terrasse zu verbringen und nicht mehr an die Flut zu denken. Die Fassaden wurden neu gestrichen, das Wasser aus den Kellern gepumpt und neue Einrichtungsgegenstände gekauft. In vielen Wohnungen waren Sessel, Teppiche und andere Gegenstände überflutet, weshalb sich viele ihren Hausrat komplett neu kaufen mussten. Dazu gehörten Sonnensegel und Gartenmöbel für den Garten, Sonnenschutzartikel für die Fenster im Innenbereich und Blumen und Pflanzen, die während der Arbeit für neue Frische sorgten. Menschen aus ganz Deutschland halfen dabei, das Leben in der Region wieder lebenswert zu machen, so dass man sich heute wieder gerne in der Region rund um die Elbe aufhält.